FAQ - Häufig gestellte Fragen
Was kostet es, eine Fußbodenheizung nachzurüsten?
Welche Systeme gibt es neben dem Einfräsen einer Fußbodenheizung?
Neben dem Einfräsen stehen Dünnschichtsysteme, Trockensysteme, Nasssysteme und elektrische Fußbodenheizungen zur Wahl. Dünnschichtsysteme eignen sich bei geringer Aufbauhöhe, benötigen jedoch einen tragfähigen Untergrund. Trockensysteme bringen wenig Gewicht in den Altbau und verkürzen die Bauzeit. Elektrische Heizmatten passen vor allem in kleine Räume, etwa unter Fliesen im Bad, erhöhen jedoch die Stromkosten im Dauerbetrieb.
Wie dick muss der Estrich zum Einfräsen einer Fußbodenheizung sein?
Der vorhandene Estrich sollte für das Einfräsen einer Fußbodenheizung mindestens etwa 40 Millimeter stark. Ein Fachbetrieb prüft zudem Estrichart und die verbleibende Tragfähigkeit. Brüchiger Estrich, Hohlstellen oder zu geringe Höhe schließen das Fräsen aus. Eine Prüfung vor Ort verhindert Schäden an Heizrohren, Stromleitungen und dem bestehenden Bodenaufbau.
Was geschieht, wenn sich der Estrich nicht für eine Fußbodenheizung eignet?
Bei ungeeignetem Estrich ersetzt ein neuer Bodenaufbau das Fräsverfahren durch ein Dünnschicht-, Trocken- oder Nasssystem. Muss der alte Estrich vollständig heraus, entstehen mehr Aufwand, Schutt und Kosten. Dafür lässt sich die Dämmung erneuern und die Aufbauhöhe sauber planen. Bei niedrigen Türen, Treppenanschlüssen oder geringer Raumhöhe bietet ein Trockensystem häufig die passendere Lösung.
Wie funktioniert eine Fußbodenheizung im Trockensystem?
Eine Fußbodenheizung im Trockensystem verlegt Heizrohre in vorgefertigte Dämmplatten mit Rohrkanälen. Wärmeleitbleche verteilen die Wärme gleichmäßig, darüber folgen Trockenestrichplatten und der Bodenbelag. Das System braucht kein Trocknen wie ein Nasssystem und belastet Holzbalkendecken weniger. Die Aufbauhöhe liegt je nach Komponenten und Bodenbelag häufig bei rund 30 bis 60 Millimetern.
Kann man eine Fußbodenheizung selbst nachrüsten oder verlegen?
Eine Fußbodenheizung selbst zu verlegen eignet sich nur für handwerklich erfahrene Eigentümer und klar geplante Systeme. Die Planung der Heizkreise, das fachgerechte Fräsen der Heizkanäle, die Verlegung der Heizrohre, die Druckprüfung, der Anschluss an den Heizkreisverteiler sowie Arbeiten an der Heizungsanlage gehören in Fachhände. Fehler bei Rohrabständen oder Dichtheit führen später zu ungleichmäßiger Wärmeverteilung und teuren Reparaturen.
Gibt es eine Förderung für das Nachrüsten einer Fußbodenheizung?
Eine Förderung für eine nachgerüstete Fußbodenheizung kommt vor allem als Bestandteil eines förderfähigen Heizungstauschs infrage. Tauschen Sie eine alte Gasheizung gegen eine Wärmepumpe, können die Kosten für notwendige Heizflächen und weitere Umfeldmaßnahmen förderfähig sein. Eine Fußbodenheizung allein erhält nicht automatisch einen Zuschuss. Stellen Sie den Antrag vor Auftragserteilung und lassen Sie die Förderbedingungen durch einen Energieberater prüfen.